Carlo und Laetizia - Eltern des Adlers

Carlo BuonaparteAls Napoléon sich am Ende des Lebens an seine Eltern erinnert, beschreibt er seinen Vater mit den Worten ”….er war ein guter Mensch…und ein schöner Mann, mit einer Schwäche für die Frauen. Er liebte es, den großen Herrn zu spielen.”

Besonders dieser zuletzt beschriebene Charakterzug seines Vaters scheint dem Kaiser in guter Erinnerung geblieben zu sein, denn er war für Carlo Maria Buonaparte der Stempel seiner Persönlichkeit.

Anfällig für die Mode, die Manieren und das Auftreten eines Grandseigneurs  des Ancien Régime lebte Carlo ganz nach der modischen Diktatur  des ausgehenden 18.Jahrhunderts, obwohl seine pekuniären Umstände ihm dies eigentlich nicht erlaubten. Aber Carlo vertrat unbedingt die Devise ”Schein ist Sein”, egal ob er es sich  leisten konnte oder nicht, und  sein Selbstbewusstsein wurde belohnt, wenn die Passanten ihn in seinem goldbestickten Gehrock und mit seiner gepuderten Perücke beim flanieren durch die Gassen von Ajaccio staunend betrachteten, und ihn mit einem Schmunzeln “Buonaparte il magnifico” nannten.

Carlo de Buonaparte war ein sehr lebenslustiger und leidenschaftlicher junger Mann, ein unverbesserlicher Optimist, von dem sein berühmter Sohn vielleicht nur dessen Eitelkeit, Hartnäckigkeit und überragendes Schauspieltalent erben sollte.

Aber Carlos übertriebenen Hang zu romantischen Schwärmereien und  überspanntem Idealismus teilte Napoléon mit seinem Vater nicht. Obwohl der Kaiser selbst den besten Romanhelden abgibt, kann man bei seinem Vater geradewegs von einer Operettenfigur sprechen, denn Carlos Leben erfüllt alle Voraussetzungen für einen derartigen Helden, seine Amouren gleichen denen eines Giacomo Casanova!

Casa Buonaparte in AjaccioImmer noch wird irrtümlich behauptet, dass Carlos große Liebe seine Frau Laetizia gewesen sein soll, die mit ihren vierzehn Jahren wie eine kleine, stolze, korsische Königin vor ihren Bräutigam hingetreten war, und in die Carlo sich auf den ersten Blick leidenschaftlich verliebt haben soll. Tatsache aber ist, dass der achtzehnjährige Carlo zu diesem Zeitpunkt unsterblich und bis über beide Ohren in eine Signorina Forcioli verliebt war, ein hässliches, armes, völlig unbedeutendes Mädchen, das die denkbar schlechteste Partie war. ”Mein Herz kennt kein anderes Lodern als meine Liebe zu ihr”, gestand er seinem entsetzten Onkel Luciano, der daraufhin fieberhaft alles in die Wege leitete, um für seinen Neffen eine passende Ehe zu arrangieren, bevor Carlo eine Dummheit begehen konnte.

Carlo fügte sich aus gesellschaftlichen Gründen in die Ehe mit der ihm ebenbürtigen Laetizia Ramolino, aber er tat es nur, um sich kurz nach seiner Heirat wieder ganz seinen Dummheiten hinzugeben. Frisch verheiratet packte er hurtig seine schönen Gehröcke ein und begab sich – allein! – auf eine Reise nach Rom. Ohne die enttäuschte Laetizia, die nicht einmal eine genaue Erklärung für Carlos plötzliche Abreise bekam. Selbst heutzutage ist man sich noch nicht ganz klar darüber, welche Gründe Carlo für diese Reise angab. In Rom angekommen stürzt der junge Advokat sich in das Dolce Vita der ewigen Stadt. Auf die Mitgift seiner Frau, welche eine Summe von 7000 Genueser Lire in Immobilien umfasste, borgt er sich bei Jedermann Geld, um sich eine Kutsche zu mieten, die Theater zu besuchen, um in den Spielsälen gemessen auftreten zu können und um die Damenwelt mit seinem Pariser Schick zu beeindrucken. Schließlich lässt sich der junge Korse von einer verheirateten Dame aushalten, ganz und gar ein Cicisbeo. Doch scheint ihm dies noch nicht abenteuerlich genug; Carlo verwickelt sich in eine Liebesaffäre mit einem blutjungen Mädchen, dem er sogar die Ehe verspricht! Als herauskommt, dass sie von ihm schwanger ist, droht der Skandal und Carlo muss auch Rom fliehen, allerdings nicht, ohne sich vorher noch einen neuen Gehrock und eine modische Perücke bestellt zu haben.

Es ist anzunehmen, dass Laetizia von den Eskapaden ihres jungen Gatten erfuhr, aber da sie ihn liebte, verzieh sie ihm sein Lotterleben, genauso wie Napoléon es eines Tages tun sollte. Denn Carlo war ein liebenswürdiger Mensch, ein fürsorglicher Vater, und wurde, nachdem er sich endlich die Hörner abgestoßen hatte, auch zu einem rücksichtsvollen Gatten. Als flinker Advokat, der immerhin an der Universität in Pisa studiert hatte, nahm Carlo seinen Beruf sehr ernst, so ernst, dass man bei ihm eine überraschende Hartherzigkeit zu beobachten vermeint, als er einmal ein zwölfjähriges Mädchen zu einer Gefängnisstrafe von 3 Jahren verurteilt, nur weil sie drei Silberlöffel gestohlen hatte.

Carlo vernarrte sich in die Politik und in die neuen französischen Ideen von Freiheit und Gleichheit, obwohl er auch weiterhin den Glanz des Feudalismus liebte. Er beherrschte den vollendeten Kratzfuß und schwärmte gleichzeitig von Rousseau und Voltaire. Seine politische Überzeugung wird stets diese gewisse Opportunität besitzen. So war sein Traum zuerst die Unabhängigkeit Korsikas, unter der Führung von General Pasquale Paoli, dem Carlo als persönlicher Sekretär dienen durfte. Als der Freiheitskampf seiner Heimatinsel aber dann fehlschlug, zögerte er  nicht, schnell seinen Namen zu französisieren und sich als Charles Marie Buonaparte den französischen Eroberern zu erbieten, immer auf der Suche nach der sicheren Seite. Man mag ihm diese Charakterschwäche vorwerfen, aber man darf auch nicht vergessen, dass Carlo nur aufgrund seiner Verantwortung für eine große Familie zum lästigen Antichambrierer, zum Federfuchser und zum Schmeichler wurde. Trotzdem bewahrte dieser intelligente Mann sich seine politischen Träume.  Napoléon sagte von ihm, ”Mein Vater war von einer lebhaften Phantasie und glühenden Leidenschaften. Ihn erfüllte eine phantastische Freiheitsliebe, aber er erträumte eine Freiheit, wie sie zu Beginn einer Revolution,  die alles umwälzt,  nicht bestehen kann. Mein Vater wäre mit den Girondisten gestorben.” Das heißt, dass Carlo, wäre er nicht schon im Jahre 1785 gestorben, als aktiver Revolutionär in Paris wahrscheinlich seine ganze Familie in Gefahr gebracht hätte, und dass die Bonapartes nicht auf den Thron Frankreichs, sondern auf die Stufen der Guillotine gestiegen wären. Deswegen sollte Napoléon spätere Aussage ”...es war gut, dass mein Vater so jung starb, er wäre meiner Karriere sehr hinderlich gewesen,”  vielleicht nicht unbedingt als lieblos und brutal interpretiert werden.

Laetizia BuonaparteObwohl er diese Worte sagte, besteht kein Zweifel daran, dass Napoléon seinen Vater liebte, aber es ist sehr tragisch, dass er in seinem Wesen so wenig von diesem Luftikus Carlo hatte, der das Leben und die Menschen liebte, und sich damit begnügte ein Schwärmer zu sein, während sein Sohn dem unwiderstehlichen Drang nach Macht und Ruhm nachgeben musste um sich zum größten Herrscher Europas aufzuschwingen. Aber vor allem für die Nachwelt ist es in der Tat bedauerlich, den charmanten Abenteurer Carlo nicht an der Seite von Laetizia als ”Monsieur Père de l’Empereur” im Glanz und Prunk des französischen Kaiserreiches gesehen zu haben. Welch wunderbarer Schwiegervater wäre dieser vergnügungssüchtige und verschwenderische Mann doch für die ihm so ähnliche Joséphine gewesen!

Mein Glück und alles, was ich geleistet habe, verdanke ich meiner Mutter. Sie war sehr charaktervoll. Sie besaß Seelenstärke, Stolz und sittliche Größe. Verluste, Entbehrungen und Strapazen, das alles ertrug sie erhobenen Hauptes. Sie hatte einen männlichen Charakter.” – Bei dieser Schilderung von Napoléons Mutter bekommt man den Eindruck, als sei Laetizia das genaue Gegenteil ihres Gatten Carlo gewesen. Aber dem ist natürlich nicht so, denn wäre ihr Gemahl von so ganz anderer Art als sie selbst gewesen, hätte sie ihn wahrscheinlich nicht so lieben können. Dieses strenge, matronenhafte Portrait, das ihr Sohn von ihr zeichnen sollte, erfüllte Laetizia glücklicherweise nicht während der ganzen Dauer ihres langen Lebens. Als einziges Kind des Brücken- und Wege-Inspektors Giovanni Girolamo Ramolino genoss die kleine Laetizia eine glückliche Kindheit, obwohl sie ohne ihren früh verstorbenen Vater aufwachsen musste. Ihre Mutter, Angela Maria Piètra Santa erzog ihr Kind so, wie es bei Einzelkindern oftmals üblich ist – Laetizia wurde von ihrer Mutter verwöhnt, aber nicht verzärtelt. Vielleicht liegt hierin der Grund, warum es Laetizia in späteren Jahren so schwer fallen sollte, ihren eigenen Kindern die zärtlichen Gefühle zu zeigen, die sie durchaus empfand; sogar ihren Halbbruder Guiseppe Fesch liebte sie mehr wie eine Mutter als wie eine Schwester.

Zuerst aber gehört ihre ganze Leidenschaft dem jungen Gatten, mit dem Laetizia ihre Begeisterung für prachtvolle Roben teilt, eine Begeisterung, die sie zuvor aber schon von ihrer stets elegant gekleideten Mutter übernommen hatte. So wie man die nüchterne und sparsame Laetizia der späteren Jahre kennt, kann man sich kaum vorstellen, dass sie in ihrer Jugend eine mondäne, sogar extravagante Frau war, die genau wie ihr Gemahl allergrößten Wert auf die äußere Erscheinung legte, eine Maxime, die sie auch ihren Kindern predigen sollte: eine schmucke Uniform und ein schönes Pferd sind wichtiger als ein voller Bauch!

Napoleon als junger MilitärUnd was tat Laetizia nach der ersten Enttäuschung über ihre Ehe, und der Frustration über den frühen Tod zweier Neugeborener? – sie kaufte sich Kleider! Was sehr gut verständlich ist für eine junge Frau, die noch am Anfang ihres Lebens steht und sich ein bisschen Glück und Amüsement erhofft. Allerdings übertreibt es Carlos schöne Ehefrau mit diesen Ausgaben, so dass Onkel Luciano, der Finanzverwalter und Haustyrann in der Casa Buonaparte, sich über ihre Extravaganzen empört und in seinen Briefen an Laetizias Großvater Piètra Santa schimpft, ”dass es ihr nicht einmal genügen würde, mit einem Fürsten verheiratet zu sein!” Auch zur Zeit ihrer Schwangerschaft mit Joseph war sie nicht nur am Freiheitskampf Korsikas interessiert, sondern vor allem an denn neuesten Stoffen, die man in Ajaccio bekommen konnte, weswegen sie auch nur ungern die Stadt verließ, um mit ihrem Ehemann nach Corte zu gehen, ins Hauptquartier von General Paoli. Zwei Jahre später, 1770, gönnte Laetizia sich allerdings den Luxus einer Amme, Camilla Illari, für ihren Sohn Napoleone, sowie zweier weiblicher Dienstboten, was man in der provinziellen korsischen Gesellschaft durchaus als großbürgerlich bezeichnen konnte. Bei  diesem scheinbar großartigem Lebensstil blieb Laetizia aber doch eine glühende Patriotin, ohne Scheu vor den Widrigkeiten eines Guerillakampfes, der auf ihrer Insel tobte. Napoléon war sehr stolz auf Laetizias Waghalsigkeit während ihrer Schwangerschaften, und so empört er sich noch auf St.Helena über Lady Lowe, die sich aufgrund ihrer Schwangerschaft weigerte, Mme Bertrand zu besuchen, mit den Worten: ”Meine Mutter überquerte das korsische Gebirge zu Pferde, als sie mich erwartete.”

Laetizia wusste sehr wohl, dass sie eine schöne Frau war. Und mit ihrer gesunden Weiblichkeit genoss sie es, wenn die Männer ihr verliebte Augen machten. Zwar gab es nur Carlo in ihrem Herzen, aber vielleicht benutzte sie diese kleinen Flirts, um ihrer Eitelkeit Genugtuung zu verschaffen, denn Carlo tat bei all seinen Eskapaden genau das gleiche. Überdies war er glücklich, eine so begehrenswerte Frau zu besitzen, die er mit dem Stolz eines Südländers wie ein edles Pferd präsentierte. Viele Jahre später dementiert Laetizia die angebliche so große Liebe, die der General Paoli für sie empfunden haben soll, mit der einfachen Erklärung, dass Paoli in ihre Schwägerin, die amazonenhafte Geltruda Paravisino, verliebt war. Was Laetizia in ihren Erinnerungen aber nicht wiederlegen kann, ist jene rasende Leidenschaft, mit welcher der Marquis de Marbeuf ihr verfallen war. Ganz Korsika wusste von der Verliebtheit des französischen Gouverneurs Monsieur de Marbeuf für Madame de Buonaparte, sodass man sich später erzählte, der zweitgeborene Sohn, Napoleone, sei in Wahrheit ein Sohn des Marquis. Und es sollte sogar Augenblicke geben, in denen der junge Militärschüler dies selbst glaubte, denn immerhin war es Marbeuf, der ihm sein Stipendium an der Militärschule von Brienne besorgt hatte. Wenn man sich aber das Datum der Empfängnis von Napoléon ansieht, es war im November oder Dezember 1768, kann die Vaterschaft von Carlo nicht angezweifelt werden, da die Buonapartes sich zu diesem Zeitpunkt in Corte aufhielten, während der Marquis de Marbeuf in Ajaccio residierte.

Außerdem war Laetizia bis zum entscheidenden Grade ihrem Carlo treu.

Und dann waren da noch die Kinder, die mit Zunahme ihrer Anzahl immer höhere Ansprüche an sie stellten. Schon ist die Zeit vorbei, in der Laetizia sich ihren Kleiderwünschen hingeben konnte. Weil sie sich aber sicherlich noch zu jung fühlte für eine so totale Aufopferung, reagierte sie leicht verbittert und mit einer strengen Erziehung für ihre Nachkommenschaft. Während Carlo seine Kinder vergötterte und zu ihrem willigen Sklaven wurde, der seine kleinen Racker ständig liebkost, besaß Laetizia eine lockere Hand. Die es ganz besonders auf den Zweitgeborenen abgesehen hatte, denn ihr Sohn Nabulione ist ein ungezogener Junge, ein Frechdachs, der durch seine Streiche die Wut seiner Mutter geradezu herausfordert. Und um Laetizias kleiner Faust zu entgehen, flüchtet Nabulione sich ins Lügen, was er bald schon  so meisterhaft beherrscht, dass sein Großonkel Luciano ihm prophezeit ”…er würde eines Tages noch aufgrund dieses Könnens die Welt beherrschen!”

Zwischen Laetizia und ihrem Sohn Napoleone herrscht ein Krieg, der erst sein Ende findet, als man ihn nach Frankreich schicken will, in das Land der einstigen Feinde Korsikas. Ihr Sohn ist ein Kind von knapp zehn Jahren und es erscheint einem merkwürdig, wie kühl und gefasst Laetizia sich von ihrem Jungen verabschiedet, der die Geborgenheit seiner Heimat verlässt, um in ein Land zu gehen, in dem dieses Kind auf Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass stößt, wo der kleine Korse verspottet und gedemütigt wird, was ihn schließlich zu einem Despoten werden lässt, unter dem eines Tages ganz Europa leiden sollte.

War es Laetizia Schuld? Weil sie ihm nur das Wort ”Corragio (Mut)” mit auf dem Weg gab, und nicht einen mütterlichen Ausbruch an Gefühlen wie Bedauern, Trauer und Liebe? Oder war es nicht vielmehr ein Irrtum ihrer Zuneigung, ihren Sohn das werden zu lassen, was er sich immer gewünscht hatte, nämlich Soldat. Wie dem auch sei – man kann ihr nicht die Schuld geben für die brutalen Erziehungsmethoden, mit denen ihr Kind in dieser Militärschule abgerichtet wurde. Sie wird es später vielleicht selbst einmal bereut haben, dass ihr Sohn nicht zu dem kleinen Mathematiker geworden ist, der in einer Gartenecke auf ihrem Landgut von Milleli das Jahreseinkommen ihrer Maulbeerbäume errechnete.

Laetizia wird sich vielleicht auch durch den Gedanken gequält haben, dass ihr Napoleone jedes Mal nach einem Mutterersatz gesucht hat, wenn er sich näher für eine ältere Frau interessierte, wie bei Madame Permon oder Madame Beauharnais. Doch bei Joséphine kann man wirklich nicht von einem Mutterersatz reden, die laut Hortense durch ihr infantiles Gehabe nicht wie die Mutter ihrer Kinder, sondern eher wie deren jüngste Schwester wirkte.

Durch ihre frühe Witwenschaft und die entbehrungsreiche Zeit danach, erhält Laetizia niemals die Gelegenheit ihre Gefühle zu zeigen, denn das Leben ist ein Kampf, den sie für ihre Kinder kämpft, ganz allein. Auch später, als es der Familie und ihr selbst endlich besser geht und es an nichts mehr mangelt, bleibt sie reserviert in ihrer mütterlichen Liebe. Und dazu noch ein wenig respektlos gegenüber der Karriere ihres Sohnes. Eines Tages im Jahre 1803 bemerkt Napoléon zu seinem Bruder Lucien, ”…Joseph möchte Maman sagen, sie müsse endlich aufhören, mich Nabulione zu nennen. Dieser Name klingt schlecht in französischen Ohren. Es ist auch ein italienischer Name. Maman soll mich wie alle nennen: Bonaparte, – um Himmels willen nicht Buonaparte! Das wäre noch schlimmer als Nabulione. Nein, sie soll der Erste Konsul sagen oder einfach der Konsul. Ja, das ist mir lieber so. Aber Nabulione! …immer dieses Nabulione!... das geht mir auf die Nerven.”

Sie nannte ihn also Nabulione. Obwohl er ein erwachsener Mann war, ein Konsul, ein Kaiser, und nicht mehr der kleine Frechdachs aus der Casa Buonaparte.

Nabulione.

Es war der Name, mit dem Laetizia ihre ganze Liebe für ihn ausdrückte.

Quellenhinweise

Dorothy Carrington ”Napoleon and his parents”, London 1988
Monica Sterling ”Madame Mére” Tübingen 1962
Georges-Roux ”Monsieur de Buonaparte” Karlsruhe 1966
Felix Grayeff ”Lucien Bonaparte” Hamburg 1966